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Menschenrechte für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen!

Wer ist vom Frauenhandel betroffen?

 

Von Frauenhandel betroffene Frauen sind Frauen, die durch falsche Versprechen für eine Arbeit und gute Bezahlung nach Deutschland eingereist sind und zur Prostitution oder zu anderer informeller Arbeit, z.B. im Haushaltsbereich gezwungen werden. Sie erhalten keinen Lohn für ihre Arbeit, bzw. dieser wird zur Tilgung angeblicher Schulden einkassiert. Häufig werden den Frauen die Ausweispapiere abgenommen. Betroffen können auch Frauen sein, die zur Eheschließung eingereist sind und nach der Heirat in die Prostitution und sexuelle Ausbeutung gezwungen werden. Ebenso sind Prostituierte, die früher in ihrem Herkunftsland als solche gearbeitet haben, betroffen, wenn sie ihre Arbeit nicht selbst bestimmen können und ihre nachteilige rechtliche und unsichere ökonomische Situation als Migrantin ausgenutzt wird.

 

Neben der Unterstützung in der Beratungsstelle machen wir Streetwork in Kneipen, Apartments, Clubs und Bordellen. Ein großer Teil der Sexarbeiterinnen in Köln sind Migrantinnen. Um einen vertrauensvollen Kontakt zu den Frauen aufzubauen und einen niedrigschwelligen Zugang zu unserer Beratungsstelle zu ermöglichen, suchen wir regelmäßig die Prostitutionsorte auf und bieten Informationen zu sozial-rechtlichen und gesundheitlichen Themen an. Wir sind Mitglied im Arbeitskreis Prostitution in Köln, der einen Wegweiser für SexarbeiterInnen erarbeitet hat:  Wegweiser für Sexarbeiterinnen PDF zum Download (5,3 MB)


Im Jahre 2005 wurde der Straftatbestand des Menschenhandels um den „Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft“ (§ 233) erweitert. Nach wie vor stehen jedoch weitere Verbesserungen zur rechtlichen Situation der Opfer von Frauenhandel aus.

Daher fordern wir unter anderem ein:

 

Bleiberecht für Opfer von Frauenhandel!

agisra informiert die Frauen zu ihrer rechtlichen Lage, bietet psychosoziale Beratung an und vermittelt eine sichere Unterbringung. Wir stehen ihnen als Begleiterinnen und als Beistand vor Gericht zur Verfügung. Die frauenpolitische Lobbyarbeit für von Frauenhandel Betroffene ist einer unserer Tätigkeitsschwerpunkte.

www.kok-buero.de

agisra e.V. ist Mitglied des KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess e.V.

 

Kontakt: agisra e.V. | Martin Str. 20a / Bolzengasse | Tel. 0221.124019 0221.1390392 | info (at) agisra.org