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Menschenrechte für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen!

Aktuelles

Pressemitteilung

Köln, den 14.05.2018

Pressemitteilung anlässlich Dobrindts Angriff auf den Rechtsstaat

Deutschland ist aus vielen Gründen zur Heimat für Menschen unterschiedlichster Herkunft geworden. Ein maßgeblicher Grund ist, dass Deutschland auf den drei wesentlichen Säulen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Sozialstaatlichkeit beruht. Auf dieser Grundlage konnte agisra e.V. nun schon seit 25 Jahren auch mit staatlicher Unterstützung agieren, ohne staatliche Repressalien fürchten zu müssen. Darauf sind wir stolz.

Wir von agisra e.V., einer Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und geflüchtete Frauen, verurteilen daher den diffamierenden Jargon, dessen sich CSU-Landesgruppenvorsitzender Alexander Dobrindt  bedient hat. Er benutzte Worte wie „aggressive Anti-Abschiebe-Industrie“ den Vereinen gegenüber, welche ihrem Menschenrechtsauftrag nachgehen und damit das Prinzip des Rechtsstaats umsetzen und so die Demokratie stärken.

Menschenrechte sind unverwirkbar, sie sind universell und gelten für jeden. Niemand kann diese also verlieren und niemand ist befugt, einer anderen Person ihre Rechte abzusprechen. Das ist die Essenz unserer Gesellschaft, auf die wir uns geeinigt haben und die es weiterhin zu verteidigen gilt.

Wir von agisra e.V. verstehen soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession und sehen es als unseren Auftrag, besonders verletzliche Personengruppen zu unterstützen, nämlich Migrantinnen und geflüchtete Frauen, egal, welcher sozialen und ethnischen Herkunft und unabhängig von Sprache, Religion, sexueller Orientierung oder Aufenthaltsstatus. Es ist unsere Aufgabe, geflüchtete Frauen zu unterstützen, ihre Rechte bei Behörden und beim Gericht einzufordern, um zu verhindern, dass sie in Staaten, wo ihnen Folter und Tod drohen, abgeschoben werden.

Wenn nun in dieser Form gegen uns gehetzt wird, bezweifeln wir, dass Ex-Minister Dobrindt dieses Fundament unserer Gesellschaft/Heimat verstanden hat. Wer in dieser Form versucht, Menschenrechtler*innen zu kriminalisieren, zerstört den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft.

Wir fordern daher alle demokratischen Kräfte auf, in der Verteidigung der Menschenrechte energisch und unnachgiebig zu werden, denn wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!

(Neue) berufliche Perspektiven für geflüchtete und zugewanderte Frauen in Köln

Einladung

an geflüchtete und alle zugewanderten Frauen in Köln, die nach (neuen) beruflichen Perspektiven suchen.

Flucht, Kinder, Bürokratie und gesundheitliche Probleme füllen den Alltag oft völlig aus. Wo bleiben dabei die vielen Fähigkeiten und Möglichkeiten durch eigenes Einkommen stark und unabhängig zu werden, das Aufenthaltsrecht zu sichern und eine Lebensperspektive zu entwickeln?

Für viele Frauen ist ein Ausbildungsplatz die einzige Chance zu bleiben, andere Frauen wollen endlich das tun, was sie können und was sie sich selber wünschen.

Frauen können und wollen selbst entscheiden. Vielleicht hilft es, sich gegenseitig zu unterstützen!?

Anbieten wollen wir eine Begleitung, um Kontakte herzustellen, die Bürokratie zu bewältigen und Öffentlichkeit herzustellen. Wir sind kein finanziertes Projekt und verfolgen keine eigenen Ziele der Arbeitsmarktintegration.

Treffen: 

28.05.2018  fällt aus

04.06.2018,  18 – 20 Uhr

agisra e.V., Martinstraße 20A, 50667 Köln

Telefon: 0221 124019

Fachberatung:

Dorothee Frings, Juristin für Sozial- und Migrationsrecht

Adrijane Mehmetaj-Bassfeld, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) , agisra e.V.

Kinderbetreuung ist möglich.

agisra-Tätigkeitsbericht 2017 als pdf erschienen

Wir möchten Sie auf unseren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2017aufmerksam machen: Tätigkeitsbericht 2017

Im Tätigkeitsbericht geben wir einen umfassenden Überblick über unsere Arbeitsgebiete, sowie über Veranstaltungen, Seminare, Kundgebungen und Demonstartionen an deren Organisation und Durchführung wir beteiligt waren.

Wir freuen uns wenn Sie unseren Tätigkeitsbericht lesen :)

HaPi-End: mit Hammer und Pinsel - Endlich zuhause ankommen

Projekt zur Selbsthilfe für Flüchtlingsfrauen bei Umzug

Wir freuen uns Ihnen/Euch unser neues Projekt "HaPi-End" vorzustellen:

Dieses Projekt möchte sich der Ermächtigung von Flüchtlingsfrauen widmen. Das Erlangen von einer eigenen Wohnung und somit die Aussicht auf Ruhe und Sicherheit in den eigenen vier Wänden bringt jedoch oft neue Probleme mit sich: die Wohnungen sind weder renoviert noch möbliert. Es fehlen Werkzeug, Material, ein Auto und häufig auch das Know-how wie man tapeziert, streicht, Lampen anschließt etc. Die fehlenden Materialien und die fehlenden technischen Kenntnisse erschweren die neuen Lebenssituationen und lassen die alleinerziehenden Frauen oft mit einem unsicheren Selbstwertgefühl und Überforderungen allein zurück oder bringen sie in neue Abhängigkeiten. Auch ist das fehlende Wissen über das neue Wohnviertel, sowie das Unwissen von neuen Infrastrukturen im Viertel eine Herausforderung.

Mit diesem Projekt möchten wir geflüchteten Frauen in diesen neuen und erschwerten Lebenssituationen eine Möglichkeit zur Selbsthilfe und Selbstorganisation bieten. Geflüchtete Frauen sollen zusammengebracht werden, um eine solidarische Handwerkerinnengruppe zu bilden unter Anleitung einer Handwerkerin und mit Unterstützung einer professionellen Koordinatorin. Reihum sollen die neuangemieteten Wohnungen der Flüchtlingsfrauen von der Gruppe renoviert werden. Dadurch soll es ermöglicht werden, dass Frauen lernen selbst Hand anzulegen, Selbstbewusstsein aufzubauen, ihre Umgebung und andere Frauen kennen zu lernen und somit sicherer auf eigenen Beinen zu stehen.

Mehr Informationen

Kontakt: agisra e.V. | Martin Str. 20a / Bolzengasse | Tel. 0221.124019 0221.1390392 | info (at) agisra.org