Selbstbestimmte Zukunft – gegen Zwangsverheiratung und patriarchale Gewalt

Das Projekt unterstützt Mädchen, Frauen und TINA-Personen, die von Zwangsverheiratung und geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht oder betroffen sind. Viele von ihnen leben unter starker familiärer Kontrolle und erleben zugleich gesellschaftliche Diskriminierung sowie rechtliche Hürden, die ihre Selbstbestimmung zusätzlich einschränken.

Zentrales Ziel des Projekts ist es allen Betroffenen und Bedrohten von Zwangsverheiratung einen gleichberechtigten Zugang zu Beratung, Unterstützung und Schutz zu ermöglichen. Gleichzeitig soll ihre Selbstbestimmung gestärkt werden, damit sie neue Perspektiven für ein Leben in Sicherheit, Freiheit und ohne Gewalt entwickeln können.

Um Betroffene und Bedrohte von Zwangsverheiratung frühzeitig zu erreichen und wirksam zu unterstützen, arbeitet das Projekt eng mit Schulen, Jugendämtern, Unterkünften und spezialisierten Beratungsstellen zusammen. Es bietet Krisenintervention, rechtliche Beratung, psychosoziale Stabilisierung und Begleitung bei aufenthaltsrechtlichen Fragen.

Darüber hinaus engagiert sich das Projekt in der Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit in Form von Seminaren und Fachveranstaltungen für Fachkräfte.
Die Projektarbeit folgt einem intersektionalen Ansatz (verschiedene Diskriminierungsformen können sich überschneiden und gegenseitig verstärken – etwa Geschlecht, Herkunft, Aufenthaltsstatus, soziale Lage oder Behinderung) und orientiert sich an den Grundsätzen der Istanbul-Konvention und der UN-Kinderrechtskonvention.

Mit Unterstützung des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI NRW) wird dieses Projekt seit vielen Jahren gefördert vom Land NRW.

Ministaterium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen