Zwangsverheiratung und andere Formen von körperlicher und psychischer Gewalt wie Kontrolle und Einschränkungen bei der Auswahl von Freundschaften, Ausgangsverbot, Zwang zur Jungfräulichkeit u. ä. ist keine private und familiäre Angelegenheit. Sie basiert auf patriarchalen traditionellen Strukturen. Die betroffenen Mädchen* und jungen Frauen* befinden sich in einem enormen Spannungsfeld. Sie schwanken lange Zeit zwischen dem Wunsch, es den Eltern Recht machen zu wollen bzw. nicht die Kraft aufbringen zu können, sich zur Wehr zu setzen und ihrem Bedürfnis nach Selbstbestimmung nachzukommen. Mit dieser Problematik konfrontierte Fachkräfte fühlen sich meist über die Situation der Betroffenen und ihrer Familien nicht ausreichend informiert und in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Wie können Sie Mädchen* und Frauen*, die von Zwangsverheiratung und anderen Formen familiärer Gewalt betroffen oder bedroht sind, unterstützen? Welches Hintergrundwissen benötigen Sie? Welche Rechtsgrundlagen gibt es?

Mit dieser Fortbildung wird die Gelegenheit geboten, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und gemeinsam Lösungsansätze (auch anhand von Fallbeispielen) zu erarbeiten. Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator*innen, die mit dem Thema bereits
konfrontiert wurden oder präventiv tätig werden möchten. Zwangsheirat ist eine Menschenrechtsverletzung!

Referentinnen*: Pamela Aryeh, Adrijane Mehmetaj-Bassfeld & Behshid Najafi

Veranstaltungsort:
Köln: genauer Ort / Adresse wird zeitnah bekannt gegeben

Datum:
30.10.2020 [9:30-14:30]

Teilnahmebeitrag € 20,-

Anmeldung per E-Mail bis zum 26.10.2020: seminare@agisra.org
!! Die verbindliche Anmeldung erfolgt per Email UND mit der Überweisung
des Beitrages an unser Konto bei der Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE55 37050198 0036802098
SWIFT-BIC: COLSDE33XXX
mit dem Betreff „ZVH+Name“.

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