Projekte

 

ALVENI

ALVENI

 

Das Angebot richtet sich an neuzugewanderte Unionsbürgerinnen*. Ziel ist die Verbesserung der sozialen Eingliederung. ALVENI ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Köln mit mehreren Trägern

Das Projekt ALVENI wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales,   das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bietet agisra EU Bürgerinnen* an

Psychosoziale Unterstützung bei Fragen zu

  • häuslicher Gewalt
  • Frauen*handel (sexuelle und Arbeitsausbeutung), Prostitution
  • (Familien-)konflikte
  • Lebensunterhalt / Schulden
  • Gesundheit und Krankenversicherung
  • Diskriminierung / Rassismus
  • Behördengängen
  • Deutschkursen

 

"HaPi-End - Mit Hammer und Pinsel endlich ankommen"

agisra e. V. hat jahrelange Erfahrung mit der Ermächtigung von Flüchtlingsfrauen*, versteht sich als Vermittlerin* und ermutigt sie zur Selbsthilfe. Die Projektidee „HaPi-End – Mit Hammer und Pinsel endlich ankommen“ ist somit auch aus einer engen Zusammenarbeit mit Flüchtlingsfrauen* und ihren Bedürfnissen entstanden.

Dieses Projekt möchte sich der Ermächtigung von Flüchtlingsfrauen* widmen. Das Erlangen von einer eigenen Wohnung und somit die Aussicht auf Ruhe und Sicherheit in den eigenen vier Wänden bringt jedoch oft neue Probleme mit sich: die Wohnungen sind weder renoviert noch möbliert. Es fehlen Werkzeug, Material, ein Auto und häufig auch das Know-how wie man tapeziert, streicht, Lampen anschließt etc. Die fehlenden Materialien und die fehlenden technischen Kenntnisse erschweren die neuen Lebenssituationen und lassen die alleinerziehenden Frauen* oft mit einem unsicheren Selbstwertgefühl und Überforderungen allein zurück oder bringen sie in neue Abhängigkeiten. Auch ist das fehlende Wissen über das neue Wohnviertel, sowie das Unwissen von neuen Infrastrukturen im Viertel eine Herausforderung.

Mit diesem Projekt möchten wir geflüchteten Frauen* in diesen neuen und erschwerten Lebenssituationen eine Möglichkeit zur Selbsthilfe und Selbstorganisation bieten. Geflüchtete Frauen* sollen zusammengebracht werden, um unter Anleitung einer Handwerkerin* und mit Unterstützung der Projektkoordinatorin* eine solidarische Handwerkerinnen*gruppe zu bilden. Reihum sollen die neu angemieteten Wohnungen der Flüchtlingsfrauen* von der Gruppe renoviert werden. Dadurch soll es ermöglicht werden, dass Frauen* lernen selbst Hand anzulegen, Selbstbewusstsein aufzubauen, ihre Umgebung und andere Frauen* kennen zu lernen und somit sicherer auf eigenen Beinen zu stehen. Die „Baustelle“ soll selbst organisiert und bewältigt werden, was nachhaltig das Selbstbewusstsein stärkt, um zukünftige handwerkliche Tätigkeiten eigenständig zu organisieren. Die Gruppe wird eine mögliche Fluktuation beinhalten, die jedoch ermöglicht, dass viele Frauen* davon profitieren können und kleinere handwerkliche Tätigkeiten selbständig erledigen und durch eigene Organisation des Renovierens eine Form der Selbständigkeit erreichen.

Durch das Zusammenbringen von geflüchteten Frauen* unterschiedlicher Herkunft und in unterschiedlichen Lebenssituationen wird Solidarität und Selbstorganisation von gefördert. Gerade bei alleinerziehenden Frauen* sind nachhaltige solidarische Netzwerke für die Alltagsgestaltung sehr wichtig.

Außerdem sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Kleine handwerkliche Tätigkeiten erlernen wie beispielsweise tapezieren, streichen, Löcher bohren, dübeln, Wände verspachteln etc.
  • Infrastruktur des neuen Stadtviertels kennen lernen wie Baumärkte, Bahnverbindungen, Einkaufsmöglichkeiten.
  • Selbstwirksamkeit stärken und nachhaltige Ermächtigung in Selbstorganisation (Empowerment).

Das Projekt startet ab dem 01.07.19 wieder neu. Wir danken der Postcode Lotterie für die finanzielle Unterstützung.

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