Angebote für Multiplikator*innen

„Genderbased Violence – Geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen* im Fluchtprozess“

„Genderbased Violence – Geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen im Fluchtprozess“

Das Multiplikator*innen-Seminar richtet sich an all diejenigen, die mit geflüchteten Mädchen und Frauen hauptberuflich oder ehrenamtlich arbeiten.

Viele Multiplikator*innen, wie Sozialarbeiter*innen in Flüchtlingsunterkünften, Mitarbeiter*innen verschiedener Behörden, Schulsozialarbeiter*innen und Freiwillige aus Willkommensinitiativen fragen nach Informationen und Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf Unterstützung und Umgang mit Mädchen und Frauen, die von frauenspezifischer Gewalt betroffen sind.

Doch was bedeutet geschlechtsspezifische Gewalt und wie können betroffene Mädchen und Frauen unterstützt werden?
Wir werden uns in dem Workshop intensiv mit verschiedenen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt beschäftigen: Genitalverstümmlung, Frauenhandel, Zwangsverheiratung und Häuslicher bzw. Innerfamiliärer Gewalt. Ziel des Workshops ist eine Sensibilisierung zu den o.g. Themen und über Informationen zum Hilfesystem und den rechtlichen Möglichkeiten die Handlungsfähigkeit von Unterstützenden zu erhöhen.

Referentinnen* sind:
– Kelechi Mennel (Studium der Populären Kulturen und Psychologie, Heilpraktikerin Psychotherapie i. A.)
– Denise Klein (Dipl. Pädagogin, Traumazentrierte Fachberaterin und Traumapädagogin (DeGPT))

Termin: Mo. 14.04.2021 von 10-17 Uhr

Ort: Online-Fortbildung

Alle Informationen zum Seminarprogramm und das Anmeldeformular finden Sie auf der Seite der Akademie der autonomen Frauenberatungsstellen NRW hier

 

„Unterstützung und Stärkung geflüchteter Frauen* und Migrantinnen*"

Geflüchtete Frauen* und Migrantinnen* zwischen Ausgrenzung und Anerkennung – Unterstützung und Stärkung geflüchteter Frauen* und Migrantinnen*

Geflüchtete Frauen* und Migrantinnen* die sich im Migrationsprozess befinden sind häufig Gewaltsituationen ausgesetzt und haben oft wenige Möglichkeiten sich dagegen zu wehren. Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften und die unsichere Aufenthaltssituation verstärken häufig die Traumafolgereaktionen. Rassismus und Diskriminierung sind hierbei ebenso Bestandteil ihres Alltags und können in verschiedenen Formen und Orte auftreten. Das momentane gesellschaftliche Klima setzt scheinbar auf Ausgrenzung statt auf Solidarität, dabei wird geflüchteten Frauen* und Migrantinnen* ihre Handlungsfähigkeit abgesprochen, sie werden immer wieder als Opfer markiert.

In diesem Workshop wollen wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kann eine Unterstützung geflüchteter Frauen* und Migrantinnen* aussehen? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Welche Rechte haben sie hier in Deutschland? Gleichzeitig wird es im Workshop ebenso darum gehen, sich der verschiedenen, wirkenden Unterdrückungsmechanismen denen geflüchtete Frauen* und Migrantinnen* ausgesetzt sind, bewusst zu werden und in den gesellschaftlichen Kontext einzubetten. Darüber hinaus soll für die Themen Rassismus und Diskriminierung sensibilisiert und Betroffenenperspektiven sichtbar gemacht werden. Teilnehmende werden die Möglichkeit haben, Strategien zu entwickeln, um die eigenen Haltungen darauf hin zu überprüfen und gegebenenfalls verändern zu können.

Referentinnen:

Angelica Reyes-Reyes (Politikwissenschaftlerin und seit mehreren Jahren in der politischen Bildungsarbeit aktiv zu den Themen Rassismus, Diskriminierung und Empowerment)

Adrijane Mehmetaj-Bassfeld (Dipl. Sozialpädagogin (FH), M.A. Empowermentstudies)

Termin: 07.10.2021 von 10 – 17 Uhr

Ort: Beginenhof, Goethestr. 63 – 65 in 45130 Essen

Sollte aufgrund der aktuellen Situation keine Fortbildung in Präsenz möglich sein, wird diese Fortbildung online durchgeführt.
Die Fortbildung ist pädagogischen Fachkräften aus NRW vorbehalten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Für Getränke und Obst im Seminarraum wird eine Pauschale von 5 € erhoben.

Die Anmeldung erfolgt über die Akademie autonomer Frauenberatungsstellen NRW über diesen LINK

 

 

Selbstbestimmungsrechte junger Migrantinnen*- Gegen Zwangsverheiratung und andere familiäre Gewalt

Zwangsverheiratung und andere Formen von körperlicher und psychischer Gewalt wie Kontrolle und Einschränkungen bei der Auswahl von Freundschaften, Ausgangsverbot, Zwang zur Jungfräulichkeit u. ä. ist keine private und familiäre Angelegenheit. Sie basieren auf patriarchalen traditionellen Strukturen.

Wie können Sie Mädchen* und Frauen*, die von Zwangsverheiratung und anderen Formen familiärer Gewalt betroffen oder bedroht sind unterstützen? Welches Hintergrundwissen benötigen Sie? Welche Rechtsgrundlagen gibt es?

Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator*innen, die mit dem Thema bereits konfrontiert wurden oder präventiv tätig werden möchten.

Zwangsheirat ist eine Menschenrechtsverletzung!

Weitere Termine sind in Planung und werden sobald als möglich bekannt gegeben.

 

 

„Stoppt weibliche Genitalbeschneidung! – Recht auf Unversehrtheit“

Die weibliche Genitalbeschneidung / Genitalverstümmelung ist ein streng tabuisiertes Thema in der Öffentlichkeit und unter den betroffenen Frauen* selbst. Die Genitalbeschneidung / Genitalverstümmelung hinterlässt meist ein schwerwiegendes, körperliches und seelisches Trauma.
Wir möchten Ihnen gerne in den Räumen von agisra e.V. einen zweistündigen Workshop anbieten, um unsere Erfahrungen aus der Beratung und Unterstützung betroffener Frauen* vorzustellen und gemeinsam mit Ihnen, über bessere Unterstützungsformen, sowie Sensibilisierungs- und Präventionsmöglichkeiten zu diskutieren.

Der nächste Termin für dieses Multiplikator*innen-Seminar wird bald hier bekannt gegeben.

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