Wir sind erleichtert, dass die beiden Frauen* die per Charter-Flug zurück in den Iran geschickt werden sollten, vorerst hier bleiben dürfen. Sie wurden aus der Haft entlassen und durften einreisen.

Gleichzeitig sind wir betroffen, dass das Bundesinnenministerium geplant hatte die beiden Frauen* in ein Land zu schicken, welches eines der von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Länder ist. Per Charterflug und auf Basis eines Flughafenasylverfahrens.

Während wir uns freuen, dass dieser Flug gestrichen wurde und die Frauen* nun ihre nächsten rechtlichen Schritte aus Deutschland vornehmen dürfen, denken wir auch an die Menschen dich sich derzeit noch immer in Abschiebehaft befinden. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Menschen in Zeiten einer globalen Pandemie, in Länder mit unzureichender medizinischer oder hygienischer Versorgung, geschickt werden. So etwas ist einfach unverantwortlich und unmenschlich. Hinzu kommt, dass die beschleunigten Asylverfahren im Transitbereich von Flughäfen äußerst problematisch sind und es fraglich ist, ob diese genau genug geprüft werden.

 

Weitere Infos finden Sie im Artikel von PRO ASYL.

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