Nachdem es im Anschluss an den Fachtag „Mehrfachdiskriminierung – (k)ein Thema für uns?!“ zur Verwendung rassistischer Sprache kam, haben die Fachstelle Mehr als Queer und deren Trägerverein Das Queere Netzwerk, ein Statement verfasst. Gemeinsam mit der Beratungsstelle Rubicon und der VHS Koeln positionieren sie sich deutlich gegen Gewaltformen in den unterschiedlichsten Facetten. In dem Statement sprechen sich die Verfasser klar gegen die Verwendung des N*-Wortes im Speziellen und die Verwendung rassistischer Sprache im Allgemeinen aus. Denn: Rassistische Sprache ist Gewalt.
Wir teilen dieses Statement, weil es wichtig ist auf diese Form von Gewalt aufmerksam zu machen und dafür zu sensibilisieren. Mit dem Ziel die betroffenen Menschen zukünftig vor Gewalt schützen zu können.

„Im Anschluss an den Fachtag „Mehrfachdiskriminierung – (k)ein Thema für uns?!“ der Fachstelle MehrAlsQueer, der Integrationsagentur im rubicon Beratung und der VHS Köln am 29. September im FORUM Volkshochschule kam es zu Vorfällen rund um die Verwendung rassistischer Sprache, zu denen wir hier Stellung beziehen möchten. Als Queeres Netzwerk und dessen Fachstellen, Rubicon als Beratungsstelle und die Volkshochschule Köln als öffentlicher Bildungseinrichtung, positionieren wir uns deutlich gegen Gewaltformen in den unterschiedlichsten Facetten.
Queerfeindlichkeit und Rassismus bzw. deren Verschränkung sind die Kernthemen der Fachstelle MehrAlsQueer. Sowohl auf struktureller, institutioneller und individueller Ebene arbeiten wir alle gemeinsam für den Abbau von jeglichen Diskriminierungsformen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Rassistische Sprache ist eine Form von Gewalt, die nicht reproduziert werden darf. Lernen über Rassismus ist möglich, ohne sich selbst rassistische Sprache zu eigen zu machen. Wir sprechen uns daher klar und entschieden gegen die Verwendung des N*-Wortes im Speziellen und die Verwendung rassistischer Sprache im Allgemeinen aus. Wir alle haben die Verantwortung, in Bezug auf diskriminierungssensible Sprache dazuzulernen und dabei von den insbesondere rassismuserfahrenen Communities zu lernen. Das gilt auch für LSBTIQ*-Communities und für Fachkräfte, die in und mit unseren Communities arbeiten.
Deutlich positionierte sich zudem der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung vom 14. Mai 2020 gegen die Nutzung des rassistisch eingestuften N*Wortes, dessen Entscheidung wir vollumfänglich unterstreichen.

 

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar Sensibilisierungsarbeit im Kontext von Rassismus, Antisemitismus, Antimuslimischen Rassismus, Rassismus gegenüber Sinti_zze und Rom_nja und weitere Diskriminierungsformen ist.
Diese Arbeit wollen wir angehen – mit Euch und Ihnen gemeinsam!“

Das komplette Statement ist hier zu finden: https://www.mehralsqueer.de/rassistische-sprache-ist-gewalt/

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